Ende Verbände

Es ist passiert: wir haben uns aus der Illusion verabschiedet, alles durchschaut, der Tom Waits lebt auch irgendwo im Einfamilienhaus, trinkt in Echt nur so ein paar japanische Verdauungsjoghurts und joggt morgens; klar jetzt ist es offensichtlich, der Adam Ant mit seinem Piratenkostüm, der hat nie auf einem Hausboot gewohnt. Abends ist der Prince doch auch vorm Fernseher eingeschlafen, sagte einem nur keiner.

Das Loslassen ist immer das Schwierigste. Die Vorstellung etwas besonderes zu sein, nicht so, anders, besser, natürlich gegen den Strom, Boheme-Dasein, das Saufen gehört dazu, andere Drogen sowieso. Jetzt muß man Steuern nachzahlen, kann sich das auch fast leisten, trotzdem Hand in den Mund, kein Jet-Set Leben mit Groupies. Ein bisschen wehleidiges Hinterherschauen, die Idee vom Malerfürsten wankt dem Horizont, aus dem Blick, wo der Pfeffer wächst.

Den Bestseller Schriftsteller final in der Besenkammer geparkt. Klarer Vorteil: in der wenigen Zeit, die einem jetzt bleibt, muß man keinem gefallen – wirste nicht gelesen, bleibst ein Wicht, bis auf die facebook freunde, die sagen nie „das ist doch Scheiße!“, die drücken „gefällt mir“, damit man selber „gefällt mir“ anklickt, aber schreiben wie man möchte, das kann man jetzt, viele Kommas und Sätze, die ins Leere.

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