Nachtigal ick hör dir trapsen

Die Füße unter der Bettdecke. Wie ist es, wenn man sich leerdramatisiert hat? Hört dann das Leben auf?

Jeden Tag passieren andere, womöglich neue, Begebenheiten, Eindrücke, oftmals nur leise. Musst nur hinsehen, die Zunge ausfahren und die Nase reinstecken! Ja, mach ich doch, seh ich ein. Sobald sich die Möglichkeit auftut jedoch: intellektuelle Eitelkeit, verdeckte Minderwertigkeitskomplexe – die große kreative Idee (mal wieder!), Liebe, Fans und Groupies. Heute ist es anders, ich rieche den Braten, komme mir selbst auf die Schliche und habe mich am Schlawittchen. Gelingt nicht immer, dafür sind die alten Muster zu stark antrainiert, pumpen durch meine Windungen, doch! doch!, es ist Nacht und die Preußen sind schon da, beobachten das Spielfeld und nehmen dem General im rechten Moment die Artillerie ab. Uff, nochmal Glück gehabt! Dann verabschiede ich mein jüngeres Ich, der gealterte Mann übernimmt freundlich das Ruder.

Es ist das Leben was zählt. Kein gutes, kein schlechtes Leben, einfach nur rumoxydieren und Gott einen guten Mann sein lasen. Denn der zieht die Begrifflichkeiten ein, gottgefälliges Leben, aber das nehme ich ihm sowieso nicht ab. Es ist das Laufen, muss nirgendwo ein Ziel geben, einen Fuß vor den anderen und wenn es geht händchenhalten. Warum schreibe ich das? Ich möchte mir erinnern, die wichtigen Erkenntnisse festhalten: die Füße unter der Bettdecke!

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