Der Zug rollt

und ich stehe noch auf dem Bahngleis. Wenn ich jetzt nicht Gas gebe, bleibe ich für immer in diesem Kaff hängen, Brandenburg oder Belgien, entweder zappenduster oder gelb-orange Trägheitsausleuchtung in Vierteln, wo entweder Nazis oder Muslimfanatiker ihre Messer wetzen. Nur durch massive Drogenaufnahme auszuhalten.

Der Zug rollt.

Nicht dass ich eine Ahnung habe, wie es in diesem Scheißzug aussieht, gibt es Service im Restaurant, einen Sandwichautomaten oder schlicht nix? Aber Bewegung ist ein Wert an sich. Die Städte, die in der Dunkelheit vorbeifliegen, der Hall in den Bergen, links und rechts knirscht der Schnee, sabernd aufwachen und, siehe da, das Meer! Schlimme walisische Städte.
Nur dasitzen, Stulle, angenehme Begleitung womöglich, gemeinsam schweigen, sterben, kommt kein Bestatter, nix modert, einfach weiterrollen ohne Hoffnung auf morgen, ist ja auch nur ein Tag.
Ich brauche nicht mehr zu reden, alle Wörter sind schon verpufft, Bedeutungspupse; alle beißen ins Gras, da ist der Zeitpunkt auch egal.
Noch kann ich dem verfickten Zug hinterherlaufen.

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