Prince is dead

Ein älterer Text, auf medium.com gefunden.

Der Blutzucker ist reguliert, Bratensaft und Grünzeug, aber vor allem Reisehydrate. Nur weil noch genug für alle da ist, gehen wir uns nicht an die Gurgel, erkennen nicht den Niedergang. Warten auf den Knall, keiner bewegt sich, es könnte ja falsch sein. Nehmen Sie bitte JETZT ihre Drogen — machst Du schon? Sehr schön. Durch meine Adern fließt nur Wasser, klar und rein, noch bomben keine Bomber die Wasserwerke weg, nicht hier, woanders lediglich, kann ich aber nicht sehen, hören, spüren, also ist es nicht so schlimm, im Supermarkt vermisst mich der Metzgermeister. Immer wieder nachlesen. Klingt es gut? Nickst du mit dem Kopf? Ab wann beginnt Verantwortung? Muß man Politiker sein oder 120k Pfund Sterling verdienen? Taugen die Heiligen als Vorbild, auch wenn man nicht gläubig ist? Franziskus? Entsagung muß ich entsagen. Die letzte Zeit nur Barock, Klavierkonzerte und Bach — Prince darf jetzt mal ran. Erste Partyerfahrung, Vollhorst, expressives Rumgetanze, dabei wollten alle nur Duran Duran hören. Jugendheim-Assis. Die Hände unterm Pulli, zwei Finger im Mädchen und ich konnte nur durch meine Schauspielkunst begeistern. Wo sind diese Leute alle gelandet? Gohonzon, Tina Turner, name dropping buddhism, aber ich war dabei, alles ist Rückschau, Erinnerung. Hatte ich das nicht schon mal irgendwo erwähnt? Renne rum wie Yoda, dafür kann ich den Moonwalk. Liege im Bett und depressiere vor mich herum, dabei scheint doch die Sonne, oder? Kiss mag ich nicht mehr hören, habe ich jetzt mal geskipped. Vielleicht verkennen wir auch die Situation und es wird sich alles richten. Scharf. [time passes] Geänderte Situation, geräderte Situation — mein Patronus ist der Habicht — könnte ich doch nur darin aufgehen und untergehen, vergehen — wie in den alten Zeiten; dafür jetzt in der Lage sofort einen Kredit aufzunehmen. Schlechter Tausch. Langsam dreht sich der Planet um sich selbst, so daß es wieder dunkler wird. Immernoch geht die Sonne unter, sagen sie, überall. Darf ich eigentlich so sitzen? Mehr wissen. Morgen früh, aber Pausenbrote einpacken. Müdigkeit als Hauptcharakterzug. Wie sehr wir uns abstrampeln und bemühen, nur damit wir in die dritte Klasse einsteigen dürfen, auf den Obstkisten neben den Hühnern sitzen und auf den Schaffner warten. Es gibt diese verrückten Geschichten. Man sagt, es gäbe Menschen, die immer Erste Klasse nutzen. Die kennen es gar nicht anders, Bedienung am Platz, heiße Tücher und einen Champagner. Doch ich habe sie gesehen, mit eigenen Augen — die sitzen da auf dem Dach, ab und an purzelt einer runter, sie klammern sich aneinander und den Zug, vielleicht sind sie richtige Menschen, aber ich bin mir nicht sicher. Fakt ist, daß sie immer öfter auftauchen. Die Kirchen rufen aber zur Solidarität auf. Was rufen denn die Synagogen und Moscheen? Sie sollten alle die Klappe halten, Hirnvergifter. Manchmal muß man aber auch einmal nett zu sich selbst, Fünfe gerade und Gott einen guten Mann. Bald kommt wieder Leben in die Bude — nur richtige Halbgevierte kann mein Textprogramm nicht abbilden — dann bin ich nicht mehr einsam. Jetzt bist du an der Reihe, Maske abnehmen, Visier hochklappen, offenen Auges, erhobenen Hauptes — und sich dann aber nicht beschweren, weil beschwerlich und ohne Bedeutung. Lass es mich einfach wissen, zeig mir deins, ich werde meinen Finger in deine Wundmale legen, obwohl ich nicht Thomas heiße. Und nachbohren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.